Photovoltaik auf dem Gewerbedach, intelligenter Stromeinkauf (Spot & Termin) und Ladeinfrastruktur – aus einer Hand mit LichtBlick
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Energiepreise steigen dramatisch: Was der neue Nahost-Krieg jetzt für dein Unternehmen bedeutet

Noch vor wenigen Tagen schien die Lage an den Energiebörsen vergleichsweise stabil. Vielleicht standest du gerade vor der Entscheidung, die Strom- oder Gaslieferverträge für dein Unternehmen zu verlängern, weil das Preisniveau attraktiv wirkte.

Dann kam die Eskalation im Nahen Osten.

Seit dem Angriff auf den Iran ziehen die Preise an den Börsen deutlich an. Gas und Strom verteuern sich spürbar. Wenn du die Entwicklungen verfolgst, fühlst du dich möglicherweise an das Jahr 2022 erinnert, als mit Beginn des Ukraine-Krieges die Energiepreise regelrecht explodierten.

Die zentrale Frage lautet jetzt:

Solltest du schnell handeln – oder bewusst abwarten?

Warum Energie bei geopolitische Krisen sofort teuer wird

Strom und Gas sind aktuell ausreichend verfügbar. Beim Strom sind wir im Jahresdurchschnitt bei über 50% Strom aus nicht-fossilen Energiequellen. Die Erdgasversorgung wurde nach 2022 von russischem Gas auf diverse Lieferquellen umgestellt und damit krisenfest gemacht. Trotzdem beeinflusst die geopolitische Lage dennoch deine Beschaffungskosten.

Die Energiemärkte handeln nicht nur die Bestände sondern auch die Erwartungen. Schon die Möglichkeit von Lieferunterbrechungen oder einer Ausweitung des Konflikts reicht aus, um Risikoaufschläge in die Preise einzubauen.

Am deutlichsten zeigt sich das an der Tankstelle. Obwohl das Benzin dort ja zu einem festen Preis schon geliefert wurde, erhöhen die Konzerne hier die Abgabepreise, in der Erwartung, nur zu höheren Preisen die Bestände später auffüllen zu können.

Genau so werden an den Terminmärkten zukünftige Lieferperioden gehandelt. Wenn dort Unsicherheit herrscht, steigen die Preise sofort. Und da der Gaspreis maßgeblich den Strompreis beeinflusst (durch das Merit-Order Prinzip), bewegen sich beide Märkte meist parallel.

Für dich bedeutet das ganz konkret:

Nicht eine reale Verknappung treibt aktuell den Preis, sondern Unsicherheit. Und Unsicherheit wird an der Börse eingepreist – unmittelbar und oft überproportional.

Parallelen zu 2022 – und was du daraus ableiten solltest

Im Frühjahr 2022 standen viele Unternehmen unter enormem Druck, deren Energielieferverträge zur Verlängerung anstanden oder neu abgeschlossen werden mussten. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Gespräche mit einigen meiner Kunden, wo Angebote mit 50 ct/kWh oder mehr auf dem Tisch lagen. Wir haben in der herausfordernden Zeit für alle Kunden gute Lösungen gefunden, um sie durch diese Zeit zu bringen – zum Teil über den Spotmarkt und zum Teil mit einem kurzfristigen Gastspiel in der Grundversorgung.

Heute ist die Ausgangslage stabiler. Die Speicher sind noch gefüllt, Lieferquellen diversifizierter, und der Markt insgesamt robuster. Trotzdem reagieren die Börsen erneut empfindlich.

Als Unternehmer musst Du jetzt einen klaren Kopf behalten. Hier ein paar Handlungsempfehlungen von mir, die dir weiterhelfen können.

Handlungsempfehlung 1: Wenn dein Vertrag noch läuft – prüfe deinen Zeitspielraum

Wenn dein Liefervertrag nicht unmittelbar ausläuft, solltest du zunächst analysieren, wie viel zeitlichen Spielraum du hast. Musst du zeitnah verlängern bzw neu abschließen – oder kannst du einige Wochen warten?

Geopolitisch bedingte Preisspitzen beruhigen sich häufig, sobald sich die Lage stabilisiert oder kalkulierbarer wird. Das kann einige Wochen dauern – möglicherweise bis in den Sommer hinein. Die ersten Reaktionen sind meist emotional, später folgt die rationalere Marktphase.

Wenn deine Versorgung gesichert ist und du keinen akuten Abschlussdruck hast, dann musst du diese Phase bewusst auszusitzen. Geduld zahlt sich hier aus – auf dem heutigen Preisniveau schließt du keine langfristigen Verträge ab.

Handlungsempfehlung 2: Wenn du jetzt beschaffen musst – bleib flexibel

Sollte dein Unternehmen aktuell zwingend neu abschließen müssen, ist Flexibilität das entscheidende Stichwort. In dieser Situation kann ein Spot-Liefervertrag eine sinnvolle Übergangslösung sein.

Ein Spotvertrag bedeutet, dass du zum jeweils aktuellen Börsenpreis beliefert wirst. Das heißt: Du startest zwar auf dem heute hohen Niveau. Gleichzeitig profitierst du aber sofort, wenn die Preise wieder nachgeben. Du vermeidest damit, ein Krisenniveau langfristig festzuschreiben.

Einige Spotlieferverträge bieten die Möglichkeit, später einmal auf feste Preise umzusteigen, wenn die Preise wieder unten sind. Dazu gehören auch die Spotlieferverträge von LichtBlick. So hast Du eine zusätzliche Option zur Verfügung und bist in deiner Entscheidung frei.

Diese Strategie verlangt eine gewisse Risikotoleranz und eine saubere Liquiditätsplanung, da kurzfristige Schwankungen direkt wirken. Du wirst ein paar teuere Wochen oder sogar Monate durchhalten müssen. Sie verschafft dir jedoch die Möglichkeit, von einer Marktberuhigung unmittelbar zu profitieren – ohne erneute Vertragsverhandlungen.

Wenn du bereits im Spot-Modell bist

Falls du dich bereits in einem Spot-Liefervertrag befindest, wirst du die aktuellen Preissteigerungen direkt in deiner Beschaffung sehen. Das kann deine Kalkulation kurzfristig belasten.

In dieser Situation ist es entscheidend, nicht reflexartig zu reagieren. Kurzfristige Ausschläge bedeuten nicht automatisch eine dauerhafte Energiekrise. Sobald sich die geopolitische Lage entspannt, sinken die Börsenpreise in der Regel wieder – und du partizipierst automatisch daran.

Hier musst man wirklich durchhalten – zumindest solange der Vertrag läuft.

Energieeinkauf ist für dich ein strategischer Hebel

Die vergangenen Jahre haben deutlich gemacht: Energieeinkauf ist keine reine Verwaltungsaufgabe mehr. Für dein Unternehmen ist er ein strategischer Kostenfaktor mit unmittelbarem Einfluss auf Wettbewerbsfähigkeit, Margen und Planungssicherheit.

Du solltest dir daher regelmäßig folgende Fragen stellen:

  • Wie hoch ist deine Risikobereitschaft?
  • Wie viel Flexibilität benötigst du?
  • Welche Laufzeiten passen zu deiner Markt- und Finanzplanung?

Eine individuelle Strategie schützt dich vor Entscheidungen, die allein aus Marktdruck entstehen. Und das ist genau das, was ich seit 12 Jahren für meine Kunden mache.

12 Jahre Erfahrung – und ein starker Partner an deiner Seite

Seit 2014 begleite ich Unternehmen in der Energiebeschaffung – mittlerweile seit 12 Jahren. In dieser Zeit habe ich unterschiedlichste Marktphasen erlebt: ruhige Jahre, extreme Preisspitzen, regulatorische Veränderungen und geopolitische Krisen.

Ich vertrete mit LichtBlick den größten Anbieter von reinem Ökostrom in Deutschland. LichtBlick ist seit 1998 am Markt aktiv und verfügt über eine außergewöhnliche Expertise im Energiehandel. Das Unternehmen kauft direkt an den Energiebörsen ein und arbeitet zusätzlich mit eigenen langfristigen Lieferverträgen mit Erzeugungsanlagen – sogenannten Power Purchase Agreements (PPAs).

Für dich bedeutet das: fundierte Marktkenntnis, professionelle Beschaffungsstrukturen und Zugang zu einem Partner, der nicht nur Produkte vertreibt, sondern die Mechanismen des Energiemarktes im Detail versteht.

Gerade in volatilen Zeiten ist Erfahrung kein Marketingbegriff – sondern ein echter Mehrwert.

Lass uns deine Situation konkret analysieren

Wenn du aktuell vor einer Vertragsverlängerung stehst oder unsicher bist, welche Beschaffungsstrategie für dein Unternehmen sinnvoll ist, solltest du diese Entscheidung nicht allein und unter Zeitdruck treffen.

Gerne analysiere ich deine individuelle Ausgangssituation, deine Laufzeiten und deine Handlungsoptionen – transparent und unverbindlich.

👉 Buche hier deinen kostenlosen Beratungstermin über meinen Calendly-Link.

In unsicheren Märkten ist Klarheit dein größter Wettbewerbsvorteil. Ein kurzer Call zusammen reicht dafür meistens schon aus.

Also – bis gleich (wenn Du willst) !

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