Ab dem 1. Januar 2026 wird die Gasspeicherumlage auf null gesetzt. In vielen Medien ist deshalb bereits von sinkenden Gaspreisen die Rede. Für Unternehmen klingt das zunächst nach einer spürbaren Entlastung. Bei genauerem Hinsehen zeigt sich jedoch, dass die Abschaffung der Umlage nur einen vergleichsweise kleinen Teil der gesamten Gasrechnung betrifft.
Zuletzt lag die Gasspeicherumlage bei 0,289 ct/kWh netto. Ihr Wegfall senkt die Kosten rechnerisch – ändert aber nichts an den grundsätzlichen Preistreibern. Denn die Gaspreise für Unternehmen setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen. Neben staatlichen Umlagen spielen vor allem die Beschaffungspreise am Markt, die Netzentgelte sowie weitere Abgaben wie die Gassteuer und der CO₂-Preis nach dem BEHG eine entscheidende Rolle.
Warum die Abschaffung der Gasspeicherumlage nur begrenzt wirkt
Die eigentlichen Beschaffungspreise für Erdgas bleiben weiterhin marktgetrieben. Sie reagieren auf Angebot und Nachfrage, geopolitische Entwicklungen, Wetterlagen und die Füllstände der Speicher. Die Abschaffung der Gasspeicherumlage hat darauf keinen Einfluss.
Auch bei den Netzentgelten gibt es keine Entwarnung. Sie sind regional unterschiedlich und werden regelmäßig angepasst. Es ist nicht ausgeschlossen, dass steigende Netzentgelte im Jahr 2026 einen Teil der Entlastung wieder auffangen oder sogar überkompensieren.
Hinzu kommt, dass andere Umlagen zwar aktuell niedrig oder auf null gesetzt sind, dies aber nicht dauerhaft garantiert ist. Die Bilanzierungsumlage liegt derzeit bei 0,0 ct/kWh – allerdings nur bis Oktober 2026. Ob sie danach wieder erhoben wird, ist offen. Unternehmen sollten diesen Punkt deshalb im Blick behalten.
Was Schlagzeilen zu den Gaspreisen 2026 oft ausblenden
Wenn aktuell von „sinkenden Gaspreisen“ die Rede ist, bezieht sich das meist auf einzelne Kostenbestandteile. Die Abschaffung der Gasspeicherumlage ist dabei ein konkreter und politisch gewollter Entlastungsschritt der Bundesregierung.
In der Praxis entscheidet jedoch nicht eine einzelne Umlage über die Höhe der Gasrechnung, sondern das Zusammenspiel aller Kostenfaktoren. Wird ein Baustein günstiger, während andere sich verteuern, bleibt der Gesamteffekt begrenzt oder fällt sogar ganz weg.
Oder anders gesagt: Gas wird nicht automatisch günstig – es wird nur an einer Stelle etwas entlastet.
Wann sich zeigt, was Gewerbegas 2026 wirklich kostet
Wie schon beim Strom zeigt sich die tatsächliche Entwicklung nicht am 1. Januar, sondern erst mit den neuen Abschlägen. Für viele Unternehmen wird das im Laufe der ersten Monate des Jahres 2026 der Fall sein.
Erst dann lässt sich seriös beantworten:
- Wie hoch sind die realen Gewerbegas-Kosten 2026?
- Wie stark wirkt sich der Wegfall der Gasspeicherumlage tatsächlich aus?
- Werden Entlastungen durch andere Preisbestandteile wieder aufgezehrt?
Pauschale Aussagen helfen an dieser Stelle wenig. Entscheidend sind die konkreten Zahlen im eigenen Vertrag.
Fazit: Entlastung ja – Entwarnung nein
Die Abschaffung der Gasspeicherumlage ist ein sinnvoller Schritt und bringt Unternehmen eine messbare Entlastung. Sie bedeutet jedoch keine Garantie für dauerhaft niedrigere Gaspreise.
Ob Gewerbegas 2026 für dein Unternehmen tatsächlich günstiger wird, hängt nicht an einer Umlage, sondern an der Gesamtstruktur der Gasrechnung – und daran, wie sich Marktpreise, Netzentgelte und weitere Abgaben entwickeln.
👉 Gewerbegas 2026 unverbindlich prüfen
Wenn deine neuen Abschläge feststehen, schauen wir gemeinsam,
wie sich der Wegfall der Gasspeicherumlage konkret auf deine Gasrechnung auswirkt – und ob dein Gewerbegasvertrag noch zu deinem Unternehmen passt.