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Gewerbestrom Tarifcheck 2026 – Stromzähler mit Euro-Münzen symbolisiert sinkende Energiekosten

Strom und Netzentgelte 2026: Lohnt sich jetzt ein Tarifcheck für Gewerbekunden?

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Netzentgelte sind 2026 bundesweit um durchschnittlich 16 Prozent gesunken — für Gewerbekunden auf höheren Spannungsebenen regional sogar um bis zu 26 Prozent. Ursache ist ein Bundeszuschuss von 6,5 Milliarden Euro zur Entlastung der Übertragungsnetze.
  • Energieversorger sind gesetzlich nicht verpflichtet, diese Entlastung an ihre Bestandskunden weiterzugeben. Wer seinen Tarif nicht aktiv prüft, zahlt möglicherweise mehr als nötig.
  • Ein Gewerbestrom Tarifcheck 2026 lohnt sich besonders jetzt: Preise sind auf einem attraktiven Niveau, und viele Verträge, die im Hochpreiszeitraum 2022–2023 abgeschlossen wurden, können mittlerweile deutlich günstiger abgelöst werden.

Gute Nachrichten sind im Energiemarkt selten so eindeutig, dass man sie ohne Kleingedrucktes nennen darf. In diesem Fall gibt es tatsächlich welche — aber wie immer lohnt sich ein zweiter Blick, bevor man sich zurücklehnt.

Was sich 2026 wirklich geändert hat

Zum Jahresbeginn 2026 hat die Bundesregierung einen Zuschuss von 6,5 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds bereitgestellt, um die Übertragungsnetzentgelte zu dämpfen. Das Ergebnis ist sichtbar: Die Netzentgelte sind bundesweit um durchschnittlich 16 Prozent gesunken, der Netzentgeltanteil am Strompreis fiel von rund 28 Prozent (2025) auf knapp 25 Prozent. In Cent ausgedrückt: von 10,95 ct/kWh auf 9,26 ct/kWh.

Für Gewerbekunden, die an höheren Spannungsebenen angeschlossen sind, fällt die Entlastung nochmals deutlicher aus — regional bis zu 26 Prozent beim Netzentgelt, weil der Anteil der Übertragungsnetzkosten an den Gesamtkosten größer ist als bei kleinen Haushaltsanschlüssen.

Hinzu kommt eine Senkung der Stromsteuer auf das EU-Mindestniveau — allerdings gilt diese ausschließlich für das produzierende Gewerbe (Industrie, Landwirtschaft, Forstwirtschaft). Dienstleistungsunternehmen, Handel und viele Mittelständler profitieren davon nicht.

Das Kleingedruckte: Entlastung kommt nicht automatisch an

Hier liegt der Haken, der für Gewerbekunden entscheidend ist: Energieversorger sind gesetzlich nicht verpflichtet, gesunkene Netzentgelte vollständig an ihre Bestandskunden weiterzugeben. Es gibt lediglich einen politischen Appell, keine Rechtsvorschrift. In der Praxis haben viele — aber nicht alle — Versorger die Entlastung tatsächlich durchgereicht. Ob Ihr aktueller Tarif davon profitiert, wissen Sie nur, wenn Sie es konkret prüfen.

Das gilt erst recht für Unternehmen, die ihren Stromvertrag im Jahr 2022 oder 2023 abgeschlossen haben — also auf dem Höhepunkt der Energiepreiskrise. Diese Verträge spiegeln ein Preisniveau wider, das mit dem heutigen Markt wenig zu tun hat. Der durchschnittliche Gewerbestrompreis liegt aktuell bei rund 27 ct/kWh für kleinere Jahresverbräuche — gegenüber 28,72 ct/kWh im Vorjahr. Bei größeren Abnahmemengen und maßgeschneiderten Beschaffungsstrategien sind die Spielräume noch deutlich größer.

Warum ein Gewerbestrom Tarifcheck 2026 jetzt sinnvoll ist

Der Gewerbestrom Tarifcheck 2026 ist keine abstrakte Empfehlung, sondern ein konkretes Rechenthema. Wer als Unternehmen zum Beispiel 500.000 kWh im Jahr verbraucht und noch auf einem Altvertrag aus der Hochpreisphase sitzt, kann unter Umständen fünf- bis sechsstellige Beträge im Jahr einsparen — allein durch einen Wechsel in eine zeitgemäße Beschaffungsstrategie.

Dabei geht es nicht nur um den reinen Arbeitspreis. Ein professioneller Blick auf den Stromvertrag umfasst auch die Netzentgeltkomponente (wird die aktuelle Entlastung korrekt eingerechnet?), die Messung und Abrechnung sowie etwaige Preisgleitklauseln, die bei sinkenden Marktpreisen zu Ihren Gunsten wirken sollten — aber nicht immer tun.

Gas folgt ähnlichen Mustern: Auch hier haben sich die Einkaufspreise gegenüber dem Krisenniveau erheblich entspannt. Wer beide Energieträger in einem Zug überprüft, spart Zeit und schafft Planungssicherheit für die nächsten ein bis drei Jahre.

Ich helfe Gewerbekunden regelmäßig dabei, ihre Energie- und Strombeschaffung als Unternehmen systematisch zu überprüfen — ohne Aufwand auf Ihrer Seite und ohne versteckte Kosten. Ein erster Blick auf Ihren aktuellen Vertrag kostet nichts, kann aber einiges bringen. Die Bundesnetzagentur veröffentlicht zudem regelmäßig aktuelle Marktdaten, die als unabhängige Orientierung für Preisgespräche hilfreich sind.

Wer nicht wartet, bis der nächste Vertrag ausläuft, sondern jetzt aktiv prüft, hat 2026 bessere Karten als in den vergangenen drei Jahren.


Foto: iStock / vchal

Quellen: Bundesnetzagentur; Klima- und Transformationsfonds (KTF); Strom-Report / Verivox (Preissenkungen regionaler Versorger, Stand Q1 2026); Wechselpilot (Netzentgelte 2026); wattline.de (Gewerbestrompreis 2026); Bundesregierung (Zuschuss Übertragungsnetzentgelte).

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