Photovoltaik auf dem Gewerbedach, intelligenter Stromeinkauf (Spot & Termin) und Ladeinfrastruktur – aus einer Hand mit LichtBlick
Diagramm Strompreise 2027 – Stromeinkaufsstrategie für Unternehmen

Strompreise 2027 Unternehmen: Warum jetzt der richtige Zeitpunkt für Ihren Stromeinkauf ist

Die Strompreise 2027 für Unternehmen sind ein Thema, das gerade viele Geschäftsführer und Einkäufer beschäftigt — und das zu Recht.

Was ist passiert — und warum sind die Strompreise 2027 für Unternehmen gestiegen?

Der Energiemarkt hat in diesem Jahr eine unerwartete Wendung genommen, die die Strompreise 2027 für Unternehmen spürbar beeinflusst.“

Seit Februar dieses Jahres sind die Energiepreise spürbar angezogen. Der Auslöser: der Beginn des Iran-Krieges und die Blockade der Straße von Hormus. Was zunächst wie ein geopolitisches Ereignis am anderen Ende der Welt wirkte, hat sich schnell in den Energiepreisen niedergeschlagen — klassische Kettenreaktion: Ölpreis rauf, Gaspreis rauf, Strompreis rauf.

Das sogenannte Merit-Order-Prinzip sorgt dafür, dass Gaskraftwerke als teure Grenzkraftwerke den Strompreis an der Börse setzen. Steigt der Gaspreis, steigt damit fast automatisch auch der Börsenstrompreis — unabhängig davon, wie viel Ökostrom gerade ins Netz eingespeist wird.

Interessant dabei: Der Preisanstieg betrifft vor allem die Lieferjahre 2026 und 2027. Die Terminmarktpreise für 2028 und danach sind deutlich weniger betroffen. Der Markt geht offenbar davon aus, dass sich die geopolitische Lage bis dahin normalisiert hat. Ob das so kommt, weiß natürlich niemand.

Was ist mit dem Waffenstillstand — ändert das die Lage?

Seit gestern kursiert die Meldung, dass es unter Vermittlung von US-Präsident Donald Trump zumindest eine Absichtserklärung für ein Abkommen gibt. Die Ölpreise haben darauf bereits reagiert und sich leicht nach unten bewegt.

Meine Einschätzung dazu: abwarten. Absichtserklärungen sind keine Verträge, und geopolitische Entspannungen brauchen Zeit, bis sie sich stabil in den Energiemärkten niederschlagen. Auf die Strompreise hatte die Meldung bislang keinen messbaren Einfluss. Wer jetzt auf schnell fallende Preise spekuliert, geht ein Risiko ein, das ich meinen Kunden nicht empfehlen würde.

Zwei Einkaufsstrategien — welche passt zu Ihrem Unternehmen?

Für Unternehmen, deren Stromliefervertrag Ende 2026 ausläuft, gibt es im Wesentlichen zwei sinnvolle Ansätze:

Konzept 1: Spotmarkt mit Wechseloption

Sie steigen ab dem 1. Januar 2027 in einen Spotmarktvertrag ein. Das bedeutet: Ihr Strompreis orientiert sich täglich am aktuellen Börsenpreis. Klingt erstmal ungemütlich — ist es aber nicht zwingend. Denn wenn sich die geopolitische Lage im Nahen Osten beruhigt und die Energiepreise wieder fallen, profitieren Sie sofort davon. Zusätzlich bietet der Sommer mit seinem typischen Photovoltaik-Überschuss historisch günstige Einkaufsfenster.

Das Entscheidende dabei: Es gibt Lieferverträge mit einer Wechselklausel. Sie starten im Spotmarkt und können jederzeit auf einen Festpreisvertrag über den Terminmarkt umsteigen — sobald die Preise auf ein attraktives Niveau gefallen sind. Alternativ lässt sich auch nur 2027 über den Spotmarkt fahren und 2028 sowie 2029 zu einem späteren Zeitpunkt günstig am Terminmarkt festschreiben. Diese Flexibilität hat ihren Reiz, setzt aber voraus, dass Sie den Markt im Blick behalten — oder jemanden haben, der das für Sie tut.

Konzept 2: Mehrjahresvertrag mit DurchschnittseffektDSie kaufen nicht nur 2027, sondern gleich 2027, 2028 und 2029 in einem Vertrag ein. Da die Terminmarktpreise für 2028 und 2029 noch auf einem deutlich niedrigeren Niveau liegen, ergibt sich über die drei Jahre ein spürbar besserer Durchschnittspreis. Das teure Jahr 2027 wird durch die günstigeren Folgejahre abgefedert. Das Ergebnis: Planungssicherheit für drei Jahre, ohne auf günstigere Marktphasen warten oder spekulieren zu müssen.

Strompreise 2027: Was Unternehmen jetzt tun sollten

Wer die Strompreise 2027 als Unternehmen strategisch angeht, sollte spätestens jetzt aktiv werden. Viele Unternehmen erleben gerade eine unangenehme Überraschung: Der bisherige Versorger führt den alten Arbeitspreis nicht einfach fort. Die gestiegenen Einkaufspreise werden weitergegeben — das ist keine Böswilligkeit, sondern Marktlogik.

Und hier möchte ich einen Punkt deutlich ansprechen, der mir in Gesprächen mit Kunden immer wieder begegnet: Die Hoffnung, noch ein paar Cent pro Kilowattstunde zu sparen, wenn man nur lange genug wartet. Das ist verständlich — aber aus meiner Sicht das falsche Kalkül. Das Risiko, dass die Preise noch einmal nach oben drehen, ist deutlich größer als die Chance auf eine kurzfristige Ersparnis. Wer jetzt auf günstigere Preise spekuliert, riskiert im schlimmsten Fall, teurer einzukaufen als heute.

Es geht beim Stromeinkauf nicht ums Gewinnen. Es geht um Absicherung — und damit um die Grundlage für eine verlässliche unternehmerische Planung. Wer das verstanden hat, schläft ruhiger.

Wenn Sie wissen möchten, welche Strategie für Ihr Unternehmen sinnvoll ist, sprechen Sie mich gerne an. Ein erstes Gespräch dauert 15 Minuten und bringt Klarheit. Einfach rechts auf den Kalender klicken, einen Termin auswählen und schon telefonieren wir.

Diesen Artikel teilen
Teilbare URL
Vorheriger Beitrag

BYD Dolphin G Test: Plug-in-Hybrid mit 100 km Elektroreichweite im ersten Praxistest

Nächsten Beitrag lesen