Mercedes EQC 400 AMG – Leise, komfortabel und schnell – Im EQC unterwegs zum Timmendorfer Strand

Vollelektrisch zum Café Wichtig

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Mercedes EQC 400 AMG 4-matic Test

Ist der Mercedes EQC 400 wirklich der „Mercedes unter den Elektroautos“? 163 Grad testet den vollelektrischen SUV in Hamburg und vor dem Café Wichtig am Timmendorfer Strand.

Den Mercedes EQC 400 konnte ich im letzten Jahr schon einmal testen – spontan und ohne Kamera abseits des Elektromobilitätstages in Bad Arolsen. Die kurze Fahrt im vollelektrischen Mercedes SUV hat mir gut gefallen und mich neugierig gemacht. Jetzt hatte ich den Mercedes EQC 400 AMG Line für 14 Tage zum Test bei mir in Hamburg.

Im Kern basiert der EQC auf der GLC Baureihe, die dafür entsprechend modifiziert wurde. Für Mercedes waren 2 Dinge wichtig: Bafa-Förderfähigkeit mit einem Netto Verkaufspreis von unter 60.000 Euro für die Standard Version und die Produktion auf den selben Fertigungsstrassen, auf denen auch der normale GLC produziert wird. Herausgekommen ist ein Elektroauto, dass sich im Alltag viel besser schlägt, als man für einen umgemodelten Verbrenner wohl zuerst vermuten würde.

Leise und Schnell

Der EQC 400 ist mit 2 Elektromotoren und 300kW Systemleistung (408 PS) mehr als gut motorisiert. Die Antriebseinheit spricht sehr gut an und beschleunigt die 2,5 Tonnen Leergewicht gefühlt mühelos in 5,1 Sekunden über die 100er Marke. Auf der Autobahn marschiert der EQC richtig nach vorne. Bei 180 km/h wird elektronisch abgeriegelt obwohl sicherlich noch deutlich mehr drin wäre.

Das Fahrgefühl kann man als „souverän“ beschreiben. Mercedes hat viel Wert auf eine gute Geräuschdämmung gelegt. Die Antriebseinheit ist gummi-gelagert in einem Hilfsrahmen montiert, die Scheiben sind doppelt verglast und die Dämmung entspricht der eines Diesels. Dazu kommt das exzellente Fahrwerk – vorne Stahlfedern, hinten Luftfederung mit Niveauregulierung bei höherer Beladung.

Reichweite und Ladekurve

In meinem Test habe ich mühelos mehr als 300km Reichweite geschafft, gefahren in den Modi KOMFORT und gelegentlich auch SPORT. Es gibt auch einen ECO Modus – aber wir fahren ja Mercedes. Aufgeladen wird der EQC 400 an AC 2-phasig mit 7,2 kW – was bestenfalls ausreichend aber für so einen grossen Akku eher zu langsam ist. Dafür gehts an der DC Ladestation mit über 100 kW und einer recht guten Ladekurve deutlich schneller.

Insgesamt hat mir der Mercedes EQC 400 4-matic sehr gut gefallen. Die Einschränkungen durch den Umbau einer Verbrenner-Plattform auf Elektro lassen sich zumindest im Innenraum ertragen. Was allerdings hier und da mal stört ist die geringe Bodenfreiheit, die nur knapp 10cm beträgt. Der EQC fährt so, wie man es von einem Mercedes erwartet und macht gleichzeitig Lust auf einen Mercedes, der von vorn herein als Elektro geplant wurde. Zeit wäre es dafür.

E-Cannonball 2020