Nio ET 7 – das Abo-Elektroauto mit dem Akku-Trick

Luxus mit Laser

NIO ET 7 | Foto: NIO
NIO ET 7 | Foto: NIO

Elektroauto im Abo – so startet NIO mit dem neuen ET 7 in den deutschen Markt. Alle Infos dazu direkt von der Premiere aus Berlin.

Im Berliner Tempodrom hat NIO den Start in den deutschen Markt gefeiert und dabei die neuen Modelle vorgestellt. Los geht es mit dem NIO ET7, einer elektrischen Oberklasse Limousine von der Grösse eines Mercedes EQS oder Tesla Model S. Der ET7 ist vollgepackt mit neuester Technik und hat sogar einen lasergestütztes LIDAR an Board. Statt aufladen kann auch der Akku gewechselt werden.

Was so etwas kostet? Nun da kommt die grosse Überraschung, denn den ET7 kann man nur abonnieren, also mieten – nicht aber kaufen.

NIO Auto Abo statt kaufen

Der chinesische Hersteller verkauft die Autos nicht, sondern vermietet sie. Die Miete schließt alle Kosten wie Versicherung, Steuern, Service etc ein. Ausser dem Strom für den Betrieb ist alles inklusive. Für die Mietdauer gibt es 2 Optionen: Eine feste Mietdauer für 12 bis 60 Monate oder eine flexible Miete, die jederzeit mit 14 Tagen Vorlauf kündbar ist. Damit kann man den NIO auch für 1 Monat mieten, wenn man rechtzeitig kündigt.

NIO ET7 – das 1.000 km Elektroauto mit dem AKKU-TRICK – 163 Grad

Akku wechsel dich

Bekannt wurde NIO durch das Akku Wechsel-System. Davon gibt es in Deutschland schon 3 Stationen: im Sortimo Innovationsparkt Zusmarshausen, in der Nähe von Berlin und demnächst am Ladepark Hilden von Bäcker Schüren.

Der Wechsel erfolgt vollautomatisch und dauert ca. 5 Minuten. Gezahlt wird die Differenz zwischen dem SOC des abgegeben und des neuen Akkus sowie einer Wechselgebühr (10 Euro ??).

NIO ET 7 Interior | Foto: NIO
NIO ET 7 Interior | Foto: NIO

Mit dem Wechsel geht es nicht nur um das schnelle vorankommen auf längeren Strecken. Es geht auch darum, dass aus einem NIO ET7 mit dem „kleinen“ 75 kWh Akku für die Urlaubsreise ein 100 kWh Akku wird. Und nach der Urlaubsreise wird wieder gegen den kleineren Akku zurück getauscht. Und in der Station werden die Akkus netzdienlich geladen oder können sogar noch das Netz stabiliseren. Das Konzept von NIO hat Vorteile, die nicht von der Hand zu weisen sind.

Nicht so überzeugend sind die Ladewerte des ET7: Die 11 kW zuhause gehen in Ordnung. Die 130 kW an DC Säulen unterwegs sind zu wenig.

NOOMI mischt sich ein

Wer NIO fährt, sollte keine Berührungsängste mit der vernetzten Welt haben. Das Auto ist gespickt mit Cameras. Inklusive dem Innenraum wird alles überwacht. Höhepunkt ist der fette LIDAR auf dem Dach mittig über der Frontscheibe. Damit soll autonomes Fahren möglich sein.

NIO ET 7 Lidar | Foto: NIO
NIO ET 7 Lidar | Foto: NIO

Dazu ist ein persönlicher Assistent „NOOMI“ mit an Board, der mit runden Kulleraugen aus einem kugelrunden Display auf dem Armaturenbrett grüsst. Noomi soll per Sprachbefehl ähnlich wie Alexa oder Siri den Fahrer während der Fahrt unterstützen.

Doch NOOMI und Ihre Kollegen im Auto sehen alles. Zu schnell unterwegs? Noomi warnt sofort. Die Line überfahren? Nicht geblinkt? Auch hier piept es sofort. Wie das zum Teil nerven kann, zeigen die Videos von den Testfahrten z.B. auf dem Carmaniac Kanal. Und abschalten kann man Noomi leider nicht.

NIO ET 7 backseat | Foto: NIO
NIO ET 7 backseat | Foto: NIO

Die ganze NIO Welt.

Im Video könnt Ihr einen schönen Eindruck von der NIO Veranstaltung gewinnen. Es geht um den NIO ET7, den kleineren ET5 (vergleichbar mit Tesla Model 3 ) und den EL7 SUV. Daneben wurden auf in Berlin auch die Vorstellungen von einem NIO House, der NIO Bekleidung, dem Service, Technik, Aufladen und vielem mehr gezeigt. NIO ist also eher eine Community, ein Lebensgefühl mit einem Auto dabei.

Das sagen Kunden über 163 Grad

Über Oliver Krüger 294 Artikel
Ihr Berater zum Thema Elektromobilität und saubere Energie