VW ID.3 First Edition Test 2020 – Meine ersten Eindrücke vom Volkswagen ID 3

Erst Käfer dann Golf und jetzt VW ID.3

VW ID.3 First Edition Test von 163 Grad Hamburg

Der VW ID.3 First Edition ist das erste Elektroauto von Volkswagen, das auf der neuen Elektroauto Platform gebaut wird. Ist der ID.3 jetzt der grosse Wurf wie der Käfer und der Golf?

Volkswagen ID.3 First Edition Test von 163 Grad – für einen Tag war ich mit dem neuen Elektroauto von VW unterwegs in und um Hamburg. Vielen Dank an das Autohaus Kuhn & Witte in Buchholz und Jesteburg, das mir den Testwagen zur Verfügung gestellt hat.

Die First Edition ist die Ausstattungsvariante für die Frühbucher, ihren ID.3 schon kurz nach dem Bestellstart geordert haben. Alle First Edition Modelle haben den 58 kW Akku und neben der reichhaltigen Ausstattung auch ein paar „First“ Embleme.

Neue Elektroplattform als Basis für den VW ID3

Für Volkswagen soll der ID.3 genau so ein Meilenstein sein wie der VW Käfer oder der Golf. Immerhin geht es hier um das erste, als reines Elektrofahrzeug geplante, Auto von Volkswagen. Dafür wurde extra eine neue Platform – der Modulare Elektro Baukasten MEB – aufgelegt.

Damit ist der ID.3 das erste rein elektrisch geplante Auto von VW. Die 3 steht dabei für die Fahrzeugklasse, beginnend mit 1 für ein Kleinfahrzeug wie z.B. den UP. Drei entspricht der Golf Klasse – wohl eines der wichtigsten Segmente bei den Wolfsburgern. Entsprechend grosse Erwartungen knüpfen sich an den Marktstart des ID.3.

Aussen Golf innen Passat

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Aussen hat der ID.3 mit 4,35m Länge in etwa die Abmessungen des VW Golf 8 (4,39m). Dafür hat er mit 2,77 m deutlich mehr Radstand (Golf 8: 2,61 m) was sich von aussen schon an den kurzen Überhängen zeigt. Im Innenraum gibt es dadurch Platzverhältnisse wie in einem Passat.

Überzeugender Fahreindruck und gewöhnungsbedürftiges Bedienkonzept

Im Fahreindruck gefiel mir der ID.3 sehr gut. Der Wagen ist gut gedämmt und man ist entspannt und zügig unterwegs. Stark gewöhnungsbedürftig ist das Bedienkonzept, bei dem z.B. ein einfacher Lichtschalter zu einer Touchfläche mit diversen Optionen wird. An/Aus war gestern.

Auch fehlen noch Teile der Software, die den eigentlichen Reiz am ID3 ausmachen. Zu Weihnachten kommt das grosse Software-Update, für das der Kunde noch einmal zum VW Händler muss. Danach gehen alle Updates over the air.

Grosse Batterie mit mehr Reichweite und schlechteren Fahrleistungen

Für den ID.3 stehen zum Marktstart 2 Batteriegrössen zur Verfügung: 58 kWh und 77 kWh. Die First Edition wird – so wie mein Testwagen – nur mit 58 kWh ausgeliefert. Mit dem Upgrade auf 77 kWh steigt die Reichweite um ca. 100 km. Das zusätzliche Gewicht sorgt aber für 0,6 Sekunden mehr bei der 0 – 100 km/h Beschleunigung. Hier stellt sich dann wirklich die Frage, ob man die grössere Batterie unbedingt braucht, zumal dafür auch mehrere Tausend Euro Aufpreis fällig sind.

Was mir gut gefallen hat

  • leise
  • gute Strassenlage und hoher Fahrkomfort
  • Platzverhältnisse

Potential für Verbesserungen beim VW ID.3

  • Verarbeitungsqualität
  • Materialien im Innenraum
  • Software / Connectivity

Technische Daten des VW ID.3 First Edition

  • Permanentmagneterregte Synchronmaschine (PSM) mit 150 kW / 204 PS
  • 310 Nm Drehmoment
  • Heckantrieb
  • 58 kWh Batteriekapazität netto
  • Vmax 160 km/h
  • 0 – 100 km/h in 7,3 sek
  • Kofferraumvolumen 385 l – 1.267 l
  • Ladeleistung AC: 11 kW dreiphasig
  • Ladeleistung DC: bis zu 100 kW