Elektroautos machen dick – 5 Dinge die mich am Elektroauto nerven

Presskuh auf Brot an der Ladesäule

Elektroautofahren macht dick
diese 5 Dinge nerven mich am Elektroauto

Im letzten Video gab es 5 Vorteile für das Elektroauto. Jetzt gibts von mir die 5 Dinge, die ganz schön nerven können, wenn man ein Elektroauto fährt.

Natürlich ist nicht immer alles eitel Sonnenschein und es gibt es auch Dinge, die an einem Elektroauto nerven können. Im letzten Video hatte ich Euch 5 Vorteile von Elektroautos vorgestellt. Und natürlich gibt es auch Nachteile – eben die Dinge, die mich am Elektroauto nerven.

Zuschauer-Kommentar unter dem Video mit den 5 Vorteilen

Und hier sind sie: Die 5 Dinge, die mich an einem Elektroauto nerven.

Aufladen kann nerven

Längere Strecken sind mit dem Elektroauto gar kein Problem, wenn die Ladeinfrastruktur mitmacht. An den Tesla Superchargern zum Beispiel klappt das vorzüglich. An manchen Ladestationen warten 8, 12, 16 oder gar über 20 Ladesäulen auf den Emobilisten. Stecker rein und los gehts. Abgerechnet wird später, eine Ladekarte wird in dem Moment nicht benötigt.

Aber es gibt auch das exakte Gegenteil. Ladesäulen am hintersten Ende der Autobahnraststätte, im Dunkeln, nicht überdacht, eventuell noch zugeparkt, mit defektem Kartenleser und einem Bruchteil der versprochenen Ladeleistung. Leider gibt es von diesen Säulen noch recht viele da draussen. Gerade in ländlichen Gebieten sind sie häufig die einzige Möglichkeit, um aufzuladen und weiterzukommen.

Dabei hat das Elektroauto aber einen Vorteil: An solchen Säulen muss man nur so lange laden, bis genügend Strom im Akku ist, um zur nächsten funktionierenden Säule zu kommen, die mehr Leistung hat.

Das Elektroauto bestimmt die Reiseplanung

Zugegeben – daran musst ich mich wirklich erst gewöhnen und manchmal nervt es auch heute noch: Das Elektroauto bestimmt, wann und wo auf längeren Strecken Pausen gemacht werden. Natürlich möchtest Du neben den Ladepausen nicht noch extra Pausen einlegen z.B. zum Essen oder um einen Kaffee zu trinken. Also machst Du das bei den Ladepausen – und die finden dort statt, wo das Auto Dich hinschickt.

Na klar kann ich als Fahrer etwas variieren und, die Ladepausen etwas länger oder kürzer machen, um so die Reiseplanung nach meinen Vorstellungen zu beeinflussen. Grundsätzlich gibt mir aber die Abfolge der Ladepunkte schon grob die Reiseplanung vor. Das Elektroauto ist auf längeren Strecken eben der Chef.

Elektroautos machen dick !

Leider entspricht die gastronomische Begleitung der Ladestops in den meisten Fällen nicht der Lebenseinstellung, mit der man Elektroauto fährt. Es sind die üblichen Burgerbrater und Fast-Food-Franchiser, die Dir spätestens nach dem dritten Ladestop mit einer Presskuh auf Brot aus dem Hals raushängen. Und wenn selbst die Kids auf der Rückbank schon dankend abwinken, dann ist das Maß wirklich überschritten.

Das ist doch eine Marktlücke oder? Wer hat eine Idee für die Lösung?

Gleichbehandlung von PHEVs

Um es direkt vorweg zu sagen: Natürlich habe ich nichts gegen die Käufer und Fahrer von PHEVs. Ich finde es aber nicht in Ordnung, diese Fahrzeuge 1:1 den batterieelektrischen Fahrzeugen gleichzustellen. Den Fehler macht der Gesetzgeber und nicht der PHEV Fahrer. Natürlich muss der Plugin-Hybrid auch mal an die Ladesäule. Er ist aber nicht darauf angewiesen und nimmt in den 2 Stunden Parkdauer mit 1-phasigem AC Laden kaum Strom mit . Dafür hält er aber alle anderen davon ab, die Säule zu benutzen.

Gerade in den Wohnvierteln, in denen es eng zugeht, blockieren die PHEVs die Säulen teilweise die ganze Nacht, was in Hamburg völlig legal aber irgendwie sinnlos ist. Wie gesagt: Ich kritisiere nicht die Fahrer dieser Fahrzeuge, denen das ja gestattet ist, sondern die Gesetzgebung, die sich hier wenig Gedanken macht.

Das böse Elektroauto

Was mich am meisten nervt, ist der Ton, der von vielen in dieser E-Auto-Diskussion anschlagen. Ich interessiere mich generell für Autos und kann mich auch an einem AMG Mercedes erfreuen – würde ihn aber nicht kaufen. Die Elektromobilität wird sich durchsetzen, daran habe ich keinen Zweifel. Wer heute noch nicht elektrisch fährt, für den gibts noch nicht das passende Auto. Alles andere wird die Zeit zeigen, genau so wie beim Flachbildschirm oder Mobiltelefon.

Das ist kein Grund, in der Diskussion beleidigend oder ausfallend zu werden. Auch die klassischen Vorurteile mit der Kinderarbeit im Kongo und ähnliches sind sinnlos, wenn der Kommentar auf einem Smartphone mit Lithium Akku geschrieben wird.

Lasst uns sachlich bleiben und Spass an Mobilität und Autos haben.

Über Oliver Krüger 233 Artikel
Ihr Berater zum Thema Elektromobilität und saubere Energie