Renault Megane E-Tech

Très Chic

renault megane e-tech test 163 grad

Mit französischem Chic will der vollelektrische Megane E-Tech gegen VW ID.4 und Hyundai IONIQ punkten. Ob ihm das gelingt?

Die ZOE ist eines der meistverkauften Elektroautos überhaupt und in der Elektroauto Szene fast schon ein Klassiker. Jetzt legen die Franzosen nach mit dem Renault Megane E-tech. Grund genug für einen ausführlichen Test von 163 Grad.

Der erste Eindruck – Wow sieht der gut aus

Ok – die Optik ist ja immer Geschmacksache. Mir gefällt der Megane auf jeden Fall richtig gut. Das Design wirkt frisch und mutig. Insbesondere mit der Farbkombination Rafal-Grau mit schwarzem Dach, ICONIC Ausstattung, 20″ Felgen und goldenen Akzenten vorne und hinten.

Der Megane ist 4,20 m kurz und damit eher etwas für 2 Personen mit gelegentlichen Mitfahrern. Als dauerhaftes Familienauto für 4 Personen mit Gepäck ist er dann unter Umständen etwas zu knapp geschnitten. Zur Reisetauglichkeit kommen wir noch.

Fliegendes Sofa

Dank seiner kompakten Abmessungen lässt er sich gut parken und ist zudem sehr wendig. Trotzdem ist er auf längeren Strecken angenehm zu fahren und eher ein sanfter Gleiter, oder wie ich im Video gesagt habe, ein „fliegendes Sofa“.

Der Innenraum ist geräumig und komfortabel, während die Fahrposition sowohl für kurze als auch für längere Fahrten perfekt ist. Man sitzt wirklich gut im Megane.

Google an Board

Nach dem Polestar 2 und dem Volvo XC40 ist auch der Renault mit Google Android als Betriebssystem für die Navigation und Konnectivität ausgestattet. Und das funktioniert auf dem Hochkant Display richtig gut. Die Spracheingabe hat im Test auch mein Hamburger Genuschel erkannt. Die Navigation läuft über Google Maps und integriert sogar Ladestopps bei längeren Routen. Drahtloses Apple CarPlay rundet das ganze ab. Chapeau Renault.

Fahren, Verbrauch und Reichweite

Den neuen Megane E-Tech gibt es mit 2 Akkugrössen – 40 kWh und 60 kWh. Die Version mit dem grossen Akku hat dann entweder 131 PS (96 kW) oder sogar 218 PS (160 kW). Dazu gibt es 4 Ausstattungsvarianten: Equilibre, Evolution, Techno und Iconic. Mein Testwagen, den Ihr im Video sehen könnt, ist ein „Megane E-Tech EV60 220 hp optimum charge“ in der Iconic Ausstattung. Mit der Motorisierung sind etwas über 7 Sekunden von 0 auf 100 drin. Bei 160 km/h ist Schluss.

Den Verbrauch gibt Renault für diese Version mit 16,1 kWh / 100 km WLTP an. Mein Testverbrauch lag bei den Fahrten im Hamburger Umfeld bei 16 – 18 kWh / 100km. Auf der Autobahn geht es dann – je nach Geschwindigkeit – auf 20 kWh und drüber.

Die Reichweite des Autos liegt mit dem 60 kWh Akku bei über 300 km. Für die Urlaubsreise (Autobahn) sollten jedoch bei Ladestops bei etwas über 200 km geplant werden – insbesondere wenn nur auf 80% geladen wird.

Zuhause an der Wallbox lädt der Megane mit 22 kW – genau wie die Renault ZOE. An der DC Säule unterwegs kann mit bis zu 130 kW max geladen werden. Aufgrund der Ladekurve dauern die Stops unterwegs allerdings schnell mal 45 Minuten oder länger.

Ist er praktisch ?

Der Renault Megane E-Tech ist ein richtig gutes Auto. Für alle, die überwiegend im Umfeld einer Großstadt unterwegs sind, vielleicht eine eigenen Wallbox zum Aufladen haben und gelegentlich längere Touren machen, ist er ideal. In vielen Dingen kann er mit den Wettbewerbern VW ID.3 oder Cupra Born gut mithalten. Nur den Hyundai/Kia Modellen mit der 800 Volt Technik müsste er sich geschlagen geben, denn die laden schneller.

Das sagen Kunden über 163 Grad

Über Oliver Krüger 294 Artikel
Ihr Berater zum Thema Elektromobilität und saubere Energie