Kia e-Soul im Test – was taugt der Koreaner im Alltag ?

Der zeigt Kante

Kia e-Soul Test | 163 Grad
Kia e-Soul Test | 163 Grad

Der e-Soul von Kia ist in der Einstiegsvariante bereits ab 33.990 Euro zu haben. In unserem Test erfährst du, ob der Elektrowagen mehr als nur einen günstigen Preis zu bieten hat und ob sich ein Kauf lohnt.

Der vollelektrische Kia e-Soul ist in mit Batteriegrößen erhältlich: Entweder mit 39 kWh Batterie und bis zu 276 Kilometer Reichweite oder 64 kWh Batterie und fast doppelt so viel WLTP- Reichweite (bis zu 450 Kilometer). Wir haben den e-Soul in der 64 kWh-Variante getestet. Die Farbauswahl ist mit Rot, Blau, Schwarz und Grau stark eingeschränkt, eine Kombination von zwei Farben ist jedoch möglich.

Der erste Eindruck

Das kastenartige Design des e-Souls ist von außen sicher Geschmacksache. Im Innenraum überzeugt der Koreaner dagegen mit viel Liebe zum Detail und einigen Extras – vor allem in der Vollausstattung SPIRIT bleiben kaum Wünsche offen (mehr dazu im Video). Lediglich eine Verkehrszeichenerkennung per Kamera würden wir uns zusätzlich wünschen.

Insgesamt gibt es drei Ausstattungsvarianten: EDITION 7, VISION und SPIRIT – alle drei Varianten sind sowohl mit großer als auch kleiner Batterie erhältlich. Die Premium-Version SPIRIT mit 64 kWh Batterie kostet 43.190 Euro.

Gutes Platzangebot, aber eher kleiner Kofferraum

Im e-Soul finden selbst groß gewachsene Mitfahrer bequem Platz und genießen ausreichend Bein- und Kopffreiheit. Dafür bietet der Kofferraum lediglich 315 bis maximal 1339 Liter Ladevolumen – das ist eher klein, aber in den allermeisten Fällen immer noch problemlos alltagstauglich. Zum Vergleich: Selbst der Volkswagen ID.3 hat 385 Liter.

Wie fährt sich der e-Soul?

Mit 204 PS und 395 Nm bietet der e-Soul in der 64 kWh Variante einen tollen Antrieb. Der Start gelingt einfach: Drehknopf in der Mittelkonsole auf „D“ stellen und sofort losfahren. Vor allem im Comfort-Modus gleitet das kompakte Elektroauto sanft und geräuscharm über die Straßen. Schnell kann er auch – auf 100 km/h in nur 7.9 Sekunden.

Was außerdem auffällt:

  • starker Motor, gute Rekuperationsleistung (in 4 Stufen wählbar)
  • etwas hoher Verbrauch

11 kW AC und bis zu 80 kW DC CCS

An der Front des e-Souls findet sich ein konventioneller Typ-2-Anschluss und ein Schnellladeanschluss für den CCS-Stecker-Standard. So hast du beim Kia folgende Lademöglichkeiten zur Auswahl:

  • Einphasiges AC-Laden mit 7,2 kW (in Deutschland 4,6 kW)
  • Dreiphasiges AC-Laden mit 10,5 kW (optional)
  • DC-Laden mit bis zu 80 kW

Der dreiphasige Onboard-Charger kostet 487,39 Euro extra.

Praktisch: Das Telematiksystem UVO versorgt den Fahrer des e-Souls mit Echtzeitinformationen zu Ladestationen. So kannst du das Laden programmieren und den aktuellen Ladezustand per App verfolgen.

Fazit

Der Kia e-Soul konnte im Test positiv überraschen und überzeugt mit einem tollen Preisleistungsverhältnis. Eine Alternative zum e-Soul könnte das Tesla Model 3 Standard Range Plus sein, das preislich einer ähnlichen Liga spielt wie der voll ausgestattete Kia e-Soul.

In unserem ausführlicheren Video-Test erfährst du mehr über die Stärken und Schwächen des e-Souls:

Technische Daten auf einem Blick:

  • 39,2kWh Batterie, 100 kW / 136 PS oder alternativ
    64 kWh Batterie, 150 kW / 204 PS
  • Länge 4,20m / Breite 1,80 ohne Spiegel / Höhe 1,60
  • Leergewicht 1,8 t mit grosser Batterie
  • zulässiges Gesamtgewicht 2,1 t
  • Anhängerkupplung mit 100 kg Stützlast lieferbar
  • Kofferraum 315 / 1339 l
  • Wärmepumpe lieferbar ab VISION
Über Oliver Krüger 236 Artikel
Ihr Berater zum Thema Elektromobilität und saubere Energie