Photovoltaik auf dem Gewerbedach, intelligenter Stromeinkauf (Spot & Termin) und Ladeinfrastruktur – aus einer Hand mit LichtBlick
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MG4 Urban Test: Elektroauto für unter 25.000 Euro im ehrlichen Praxistest

Dieser MG4 Urban Test fängt mit einer Zahl an, die man zweimal liest: unter 20.000 Euro für ein vollwertiges Elektroauto mit 4,40 m Länge, fünf Sitzplätzen, riesigem Kofferraum und drahtlosem Apple CarPlay. Keine Einschränkungen im Kleingedruckten, kein abgespecktes Basismodell ohne Ausstattung. Das ist die Ausgangslage — und sie ist bemerkenswert.

Das Video zur Ausfahrt gibt es hier:

MG4 Urban Test: Was ist neu gegenüber dem Vorgänger?

Den MG4 habe ich bereits vorgestellt — der Urban ist kein simples Facelift, sondern eine Neuausrichtung. MG hat das Einstiegsmodell aus dem Programm genommen und stattdessen diesen hier auf die Straße gestellt: etwas länger (rund 11 cm), glatter im Design, mainstreamiger als der kantige Vorgänger. Und entscheidend: Frontantrieb.

Das ist keine Sparmaßnahme, sondern ein bewusster Zug. Ohne Motor auf der Hinterachse entsteht dort Platz — und der fließt direkt in den Kofferraum. Ähnliches Prinzip wie beim Cupra Raval oder dem kommenden VW ID. Polo. Die Technik darunter: eine neue Plattform mit Cell-to-Body-Technologie — der Akku ist Teil der Karosseriestruktur, was tief bauende Komponenten ermöglicht und keinen Innenraum kostet.

Fahreindruck: Landstraße, Autobahn, Münchener Stadtverkehr

Getestet habe ich den MG4 Urban auf der Landstraße in der Nähe von München, auf der Autobahn und im Münchener Freitagsstadtverkehr kurz vor Pfingsten — also unter realen, nicht gerade entspannten Bedingungen.

Auf der Landstraße macht der Wagen richtig Spaß. Er beschleunigt zügig auf Tempo 100, liegt gut auf der Straße und fährt sich vollkommen unaufgeregt. Kein Körpereinsatz nötig, kein Tauziehen mit dem Lenkrad. Auf der Autobahn habe ich die Höchstgeschwindigkeit ausprobiert: 163 km/h — passend zum Kanalnamen. Der Tempomat mit Abstandsradar funktioniert sauber, das Fahren im Strom ist entspannt.

Im Stadtverkehr zeigt sich, wofür der Wagen gebaut ist. 4,40 m sind — grob gesagt ID3-Territorium, aber mit mehr Kofferraum als der VW e-Golf-Nachfolger je hatte — kompakt genug für enge Wohngebietsstraßen, die Lenkung ist leichtgängig, die Übersicht gut. Die 360-Grad-Kamera zeigt beim Einparken sogar den Bereich direkt unter dem Fahrzeug — nützlich, wenn man das wirklich braucht. Der Verbrauch im Mix lag bei 13 bis 15 kWh/100 km, was für diese Fahrzeugklasse sehr gut ist.

Ein kleiner Vorbehalt beim Sitz: Kurz hinter dem Steißbein drückt die Sitzfläche etwas. Man gewöhnt sich daran, aber wer empfindlich ist, sollte bei der Probefahrt darauf achten.

Innenraum und Kofferraum: Wo der Urban wirklich überrascht

Hinten ist mehr Platz als erwartet. Ich sitze für 1,80 m eingestellt und habe auf der Rückbank mehr als eine Faust Abstand zur Vorderlehne, genug Fußraum unter dem Sitz und ausreichend Kopffreiheit. Vier vollwertige Erwachsene passen rein, zu fünft ist es eng, aber machbar. Das ist für ein Auto dieser Größe und Preisklasse nicht selbstverständlich — und auch der MG5, den ich ebenfalls getestet habe, macht das nicht besser.

Der Kofferraum ist die eigentliche Überraschung: 436 Liter, mit einer tiefen Ladewanne, in die man bis zum Ellenbogen einsteigen kann. Die Rückbank lässt sich im Verhältnis ein Drittel zu zwei Drittel umklappen. Wer regelmäßig Großeinkäufe macht oder Gepäck für eine vierköpfige Familie transportiert, wird hier glücklich.

Das Cockpit ist aus dem MG-Baukasten bekannt: Fahrerdisplay, großes Touchdisplay in der Mitte mit Apple CarPlay und Android Auto, darunter haptische Tasten für Klimaanlage und Lautstärke. Die Materialanmutung ist für den Preis gut — dort wo man greift und anfasst, fühlt sich alles solide an. Die Soundanlage ist ohne Markenname, klingt aber überraschend gut.

Praktisch: Alle Assistenzsysteme lassen sich in einem individuellen Profil speichern. Wer die übereifrigen Piepser abschalten will, muss das einmalig einstellen — danach reicht ein Wisch auf dem Display.

Preise und Förderung: Was der MG4 Urban gerade kostet

Es gibt drei Ausstattungslinien. Der Urban Active startet bei 24.990 Euro — allerdings nur in Rot und mit dem kleineren Akku. Der Urban Komfort liegt bei 27.190 Euro, mit optionalem größeren Akku und mehr Farbauswahl. Das hier getestete Urban Premium kostet 31.490 Euro, bringt den großen Akku (54 kWh) serienmäßig mit und ist komplett ausgestattet.

Der entscheidende Hinweis: MG läuft bis Ende Juni eine eigene Förderaktion mit 6.000 Euro Rabatt. Das bedeutet: Einstieg bei knapp unter 19.000 Euro, das Premium-Modell für rund 25.000 Euro. Wer jetzt kauft, bekommt erheblich mehr fürs Geld.

Mein Fazit aus diesem MG4 Urban Test: Das Auto trifft seinen Zielmarkt sehr präzise. Wer täglich in und um die Stadt fährt, eine Familie hat und nicht mehr als nötig ausgeben will, bekommt hier ein vollwertiges, gut verarbeitetes Elektroauto ohne spürbare Kompromisse. Reichweite von über 300 km in der Praxis, Verbrauch um die 14 kWh, 163 km/h Spitze und ein Kofferraum, der wirklich Sinn macht. Für diesen Preis ist das eine starke Ansage.

Was ist eure Meinung zum MG4 Urban? Habt ihr den MG4 Urban Test selbst schon gemacht oder eine Probefahrt geplant? Schreibt es in die Kommentare.

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